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THW Kiel von 1904

Glosse, THW Kiel - Ademat Leon

Momir Ilic

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© Renate Butler 2007

And the Oscar goes to …

07.03.10
Die Verleihung der Academy Awards ist DAS jährliche Highlight für jeden Filmschaffenden. Am 7. März (also heute) werden sie feierlich und mit viel Bimbamborium in Los Angeles verliehen. Da in Kiel ja aber die Uhren bekanntlich anders gehen, haben wir uns gedacht, wir ziehen die Verleihung einfach mal vor.
Und während „drüben übern Teich“ Leonardo noch sanft schlummert, George seine Dankesrede träumt und die Damen sich seelisch auf den Walk on the Red Carpet vorbereiten, rollen wir in Kiel einen schicken blauen (klar, bei so viel Ostseenähe) aus und lassen die diesjährigen Nominierten schon mal aufs Parkett. Die da wären in der Kategorie:

  1. Beste Regie: Filip Jicha, Daniel Narcisse und Aron Palmarsson
  2. Bester Hauptdarsteller: Andreas Palicka, Aron Palmarsson und Igor Anic
  3. Bester Nebendarsteller: Christian Zeitz, Christian Sprenger und Tobias Reichmann

Als bester Film stehen zur Wahl: „Die Rückkehr des jungen Schweden“ (Hauptrolle Palicka), „Der einsame Rechtsaußen“ (mit dem doppelten Christian und Reichmann) sowie „Zu zweit auf der Bank und trotzdem allein“ (Gentzel und Omeyer).
Als bester ausländischer Film steht jetzt schon mit „Der Sieg der Wikinger“ zum ersten Mal ein Dokumentarfilm als Sieger fest. In diesem Film wird eindrucksvoll gezeigt, wie eine kleine Horde Nordmänner eine stolze Truppe heißsporniger, spanischer Toreros nieder ringt. Die Wahl auf dieses eindrucksvolle Epos fiel der Jury aus verständlichen Gründen nicht schwer.
(Auch ein Gewinner, weil einziger Beitrag in dieser Kategorie, ist übrigens der Softerotikfilm „Das zerrissene Hemd“ mit Christian Zeitz in der Hauptrolle. Leider konnte der Award nicht überreicht werden, weil der Hauptdarsteller sich standhaft weigerte, diesen mit komplett freiem Oberkörper in Empfang zu nehmen.)

Die Oscars sind wirklich eindrucksvoll. Ein Medienspektakel der allerfeinsten Art. Auch hier und heute hat man sich dafür ordentlich ins Zeug gelegt. Die Halle ist ausverkauft, die Stimmung ist gut. Nur ein einziger Platz ist leer und wird es auch in Zukunft bleiben. Doch der Geist dessen, der dort begeistert mit fieberte und die Jungs zum Sieg peitschte, war da und sehr wach. Danke.

15:45 Ortszeit. Der Auflauf der Stars beginnt. Blitzlichtgewitter brandet auf. Trommelwirbel begleiten sie auf ihrem Weg. Pathetisch die Musik. Gespannt warten die Fans auf das Ereignis und werden nicht enttäuscht:
Gleich in den ersten Minuten zeigen sie, warum sie zu Recht nominiert sind. Klare Ansagen, ein kluger Kopf und ein gutes Auge machen einen guten Spielleiter aus. Und da ist es heute kein Wunder, dass in der Kategorie „Beste Regie“ sich heute der Youngster durchsetzen kann: Aron Palmarsson gewinnt als jüngster Regisseur in den Reihen des THW die begehrte Trophäe und zeigt somit, dass sein isländischer Mäzen und Lehrmeister nicht umsonst in ihn investiert hat.

Spannend wird es bei der Vergabe des Preises in der nächsten Kategorie. Bester Hauptdarsteller sollte immer derjenige sein, der durch sein Agieren maßgeblich am Erfolg des Gelingens beiträgt. Hier wird es eng. Der eine feiert heute ein grandioses Comeback und lässt einen Konkurrenten schmollend auf der Bank verhungern, der andere überzeugt durch Intelligenz und Spielwitz und der Dritte kämpft und wühlt, steckt Schläge ein. And the Oscar goes to: Andreas Palicka! Er ist wieder da, der flinke Schwede mit dem sympathischen Grinsen.

Ein guter Film lebt von seinen Darstellern und besonders von denen, die nicht in der ersten Reihe stehen. Man denke hierbei besonders an die grandiose Leistung von Christoph Waltz als Nazi-General in Tarrantinos Ingloriuos Basterds. Anknüpfen an diese Leistung konnten heute auf jeden Fall die beiden Rechtsaußen „der doppelte Christian“. Und so ging der Preis für den besten Nebendarsteller zum ersten Mal an eine Doppelbesetzung: Zeitz und Sprenger teilen sich die Auszeichnung für ihre beeindruckende Darstellung des Christian in dem Blockbuster „Der einsame Rechtsaußen“. Und weil er sich nicht auch einsam fühlen sollte, widmen die beiden ihren Award dem dritten im Bunde: Tobias Reichmann.

Welches nun der beste Film geworden ist, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Nur eines ist sicher: Er hat irgendwas mit Handball zu tun.

To be continued …

Euer Kleindaddel

in Gedenken an Jan

Quelle: kleindaddel