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THW Kiel von 1904

Glosse, THW Kiel - FC Kopenhagen

Narcisse und Jicha

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© Renate Butler 2007

Glosse: Es ist vollbracht!

05.04.10
Und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen haben unsere Jungs das Viertelfinale mit Bravour und Anstand erreicht, zum anderen habe ich diesen schweren Abend ebenfalls mit Bravour aber weniger Anstand hinter mich gebracht. Für wen dieses Unterfangen schwieriger war, vermag ich nicht zu sagen. Denke ich an Markus‘ Wade und Zeitzis Wutausbruch nach den zweiten Zwei-Minuten, würde ich sagen: für die Jungs. Horche ich in mich hinein und denke an mein kleines gebrochenes Fan-Herz, dann würde ich sagen: für mich.

Denn Handballspiele gibt es noch viele – auch für Markus, mit oder ohne schmerzende Wade und auch Herr Zeitz wird sich noch häufiger schmollend auf die Bank setzen. Aber eines wird mit Sicherheit nicht wieder geschehen: Pelle Linders wird nie wieder in der Ostseehalle Handball spielen. Nie wieder. Und das ist so traurig. Der schönste und netteste und höflichste Kreisläufer der Welt! Ach.

Aber das war schon beinahe der einzige Wermutstropfen des heutigen Spieles, das ich mit immer noch schwer angekratzter Gesundheit, meist stumm auf meinem angestammten Platz hoch oben am Hallenhimmel verfolgte. Die Stimmung war (bis auf meine eigene) grandios, wozu – und das finde ich jetzt mal richtig doof – wahrscheinlich tatsächlich an diesen ollen Werbetröten gelegen hat, die nette junge Damen im Umlauf verteilten und die selbst mir bekannte (und auch verwandte) gestandene ältere Herrschaften mehr als nur dazu animierten ständig hinein zu blasen. (Ich mit meinen mangelhaften Lungenfunktionstest der letzten Woche, konnte leider nicht mit tröten!). Aber nun denn, es war laut und das war gut so. Denn brauchten unsere Zebras nicht mal wieder eine der berühmten Krampen in den Allerwertesten, um endlich mal wieder aufzuwachen aus ihrem Dornröschenschlaf? Man, man, so kann man nicht CL-Sieger werden. Erst als die Jungs in Gelb mal wieder für Dänemark eine andere Zeitzone an den Tag legten als für uns und die Halle lauthals protestierte und der „alte“ Schwede zweimal hintereinander zum Skandinavierschreck mutierte (eine taktische Meisterleistung übrigens von unserem Alfred – selbst Herr Marmelade hatte ja die Hosen voll, als Peter der Große im Tor stand), da sind sie endlich aufgewacht.

Aber nun denn, es hat gereicht, es ist vollbracht, wir sind eine Runde weiter und es war schön die ehemaligen Zebras Martin, Steinar und Pelle zum letzten Mal in Kiel begrüßen zu dürfen! Hej då, Jungs!

Euer Kleindaddel

Quelle: kleindaddel