Neuigkeiten Der Verein Bildergalerien Saison 2009/2010 Archiv
THW Kiel von 1904

Glosse, THW Kiel - HSG Düsseldorf

Christian Zeitz

© living-sports.de



© Renate Butler 2007

Glosse: Supporting role

06.05.2010
So, nun ist es endlich mal Zeit für eine Entschuldigung. Zum einen, dass mich die beiden letzten Spiele so mitgenommen habe, dass ich nicht in der Lage war, einen vernünftigen Text zu verfassen.

Doch es war wirklich so aufregend und ich habe mich so gefreut, dass ich allein in meinem Wohnzimmer auf und ab gehüpft bin und mich gefreut habe (Hinspiel) und wie ein Depp die Plastepatsche geschwungen und gegrölt und gesungen habe (Rückspiel), dass ich schier irre war. Außerdem fokussierte sich meine Freude wieder so sehr auf einen einzelnen Spieler – und jedes Mal eine Ode an Christian Zeitz – das wollt ihr ja nun auch nicht lesen.

Heute nun also back to Tagesordnung, wobei da gleich die zweite Entschuldigung fällig ist, da ich mich in Anglizismen verrenne, aber manchmal gibt unsere schöne Sprache einfach nicht das her, was ich ausdrücken will. Und da ich ja weitgereist und mehrsprachig bin – ein globales Zebra also – bediene ich mich manchmal gern bei unseren Nachbarn.

Also: supporting role bedeutet so viel wie Nebendarsteller. Aber das ist nicht das richtige Wort, denn die so genannten Nebendarsteller sollen in der heutigen Betrachtung die Hauptdarsteller sein. Und to support bedeutet  „begleiten“, was die Sache im Kern trifft. Obwohl die, um die es heute gehen soll, tatsächlich nicht AUF, sondern NEBEN der Platte agiert haben.

HSG Düsseldorf – eher in der südlichen Region der Tabelle angesiedelt – da dachte sich der Alfred, da lasse ich doch mal die Hälfte der Mannschaft hübsch bei mir auf der Bank sitzen und mache selbst den Pausenclown. Und so sah mal einen sehr entspannten Gislason neben einem ebenso vergnügten Daniel Narcisse sitzen, der sich königlich darüber amüsierte, als Hein Daddel eine flotte Tanzeinlage (DAS WAR MEIN PART, HEIN!!!!) zu SEINEM Lied aufs Parkett legte. Filip Jicha hatte ebenso den Kasper gefrühstückt und kicherte wie ein Schulmädchen mit Marcus – ich brannte vor Neugier, dieses herauszufinden, habe aber den starken Verdacht, dass sich alle ein wenig über den guten Titi amüsierten, der als einziger keinen Spaß zu haben schien und sich ausgiebig mit Sachen beschäftigte, die man in der Öffentlichkeit eigentlich nicht macht. Höchstens im Auto bei einer besonders langen Ampelphase, ihr versteht. Nee, die Stimmung war schon gut da unten. Auch auf der Platte. Wenn er nicht ständig mit dem Rumzupfen an seiner Turnhose beschäftigt war oder dem armen Keeper der Düsseldorfer die Bälle um die Ohren oder den Pfosten geknallt hat, hat Herr Zeitz doch direkt gelacht. Und gescherzt. Also überhaupt: die Sportbekleidung und der Umgang derer, die darin stecken, ist noch mal einen eigenen Beitrag wert.

Neben den überaus unterhaltsamen Supportern gab es heute auch zwei sehr interessante Gaststars: Von der falschen Förde kam Alen Muratovic vorbei, um mal gescheiten Handball zu sehen. Allerdings filmte er den auch permanent mit seinem Handy … 00Plopp in geheimer Mission? Ich weiß ja nicht! Habe auf jeden Fall feststellen können, dass die Flensen sich nicht ordentlich um ihre Spieler kümmern: So dünn ist das arme Kerlchen, dass ich ihn fast mit meiner Schokolade gefüttert hätte – aber was hätte das für eine schlechte Presse nach sich gezogen … Nee, nee. Das hatten wir schon mal.

In diesem Sinne,

Euer Kleindaddel

Quelle: kleindaddel